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BASUG Fachtag zum Thema Jute statt Plastik in Köln Stattgefunden

Köln, 23. Juni 2018: In der Eröffnungssitzung des Fachtages hat der Kölner Bürgermeister Dr Ralf Heinen betont, „Plastikmüll verschmutzt die Meere, schädigt und tötet Tiere und belastet, über in derNahrungskette transportierte Mikropartikel, auch die menschliche Gesundheit. Hinzu kommt noch ein weiteres Problem: für dieErzeugung von Plastik wird zumeist das knapper werdende Erdöl verwendet.“

Deshalb fördert er einen verstärkten Einsatz vonProdukten aus Naturfasern wie Jute, die die Verwendung von Plastikprodukten reduziert werden kann.

Mit dem Zusammenhang der Agenda-2030 der Vereinten Nationen hat Dr Heinen hinzugefügt, „17 nachhaltigen Entwicklungszielen machen deutlich, dass Umwelt und Entwicklung zusammengehören. Daher hat Köln imRahmen seiner Entwicklungszusammenarbeit auch Klima-Partnerschaften mit Corinto (Nicaragua), Rio de Janeiro (Brasilien) und Yarinacocha (Peru) geschlossen. Auch die Tagung heute macht sehr deutlich, dass Umwelt und Entwicklung zusammengehören. Zudem macht sie deutlich, was ebenfalls die Agenda 2030 betont: Dass wir nur gemeinsam dafür sorgen können, dass sich

die Welt nachhaltig weiterentwickelt. Entwicklung, das geht uns alle an, und wir alle können und müssen einen Beitrag dazu leisten, z.B. in dem wir von Plastik auf Jute umsteigen!“

Zur Förderung von Jute-Produkten auf dem deutschen Markt und bei den Verbrauchern wurde ein eintägiger BASUG-Fachtag im Bürgerzentrum Ehrenfeld in Köln gestaltet. Bangladeschischer Botschafter in Deutschland Imtiaz Ahmed eröffnete den Fachtag als Ehrengast.

NRW Landtag Abgeordnete Berivan Aymaz und Kölner Bürgermeister Dr. Ralf Heinen halteten auch Grußwort, während BASUG Vorsitzender Bikash Chowdhury Barua eine Begrüßungsansprache hielt. Projektskoordinator von BASUG Deutschland und JTV Korrespondent Hossain Abdul Hai  moderierte die Eröffnungssitzung.

In Ihrer Rede hat MdL Aymaz betont, „Fragen nach Umweltschutz und Menschenrechten können nicht in Ländergrenzen gedacht werden, sondern sind universell. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass transnationale Organisationen wie BASUG hier aktiv sind.“

„Die Agenda 2030, die von allen Staaten unterschrieben wurde, fordert alle Staaten auf, die Umwelt, das Meer, unseren natürlichen Lebensraum zu schützen. Auch NRW hat entschieden, die Agenda 2030 umzusetzen, die Umsetzung erfolgt durch die NRW-Nachhaltigkeits-Strategie. Die Umsetzung der Agenda 2030 bedeutet hier in Deutschland, hier in NRW, Verantwortung für unsere Umwelt zu übernehmen“, laut Aymaz.

Die Referenten im Workshop betonten die Vermeidung von Kunststoffprodukten und die Einführung von Juteprodukten als Alternative zu Plastik nicht nur für Deutschland, sondern auch für die Rettung von Boden, Luft, Wasser und vor allem der Umwelt auf der ganzen Erde. Sie riefen auch die Menschen aller Ecken dazu auf, Plastik zu meiden und nicht nur Jute, sondern auch andere Alternativen wie Papier, Kleidung, Stahl, Eisenprodukte anstelle von schädlichen Plastikgegenständen anzunehmen.

Botschafter Ahmed sagte, Umwelt ist jetzt ein sehr wichtiges Thema nicht nur für die Menschen, sondern für alle Lebewesen, einschließlich Tiere und Pflanzen in der ganzen Welt und Kunststoff beeinflusst die Umwelt so viel, dass die Initiative Jute als Alternative zu fördern ist sehr rechtzeitige Anstrengung. Darüber hinaus haben die Wissenschaftler aus Bangladesch kürzlich die Biokunststoffprodukte aus Jute erfunden, und wenn es weltweit eingeführt wird, werden wir den Fluch von Plastik in hohem Maße beseitigen, fügte er hinzu.

Der Fachtag wurde im Rahmen des Projekts „Jute statt Plastik“ mit der Unterstützung der Stiftung Umwelt und Entwicklung SUE NRW organisiert. Der in Deutschland ansässige Online-Medienkonzern Our Voice war der Medienpartner der Veranstaltung. Der Forschungsbericht über die Entwicklung und Orientierung der in NRW lebenden Menschen über Jute und Plastik wurde vom ehemaligen Wissenschaftlichen Mitarbeiter der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg Khurshid Hassan vorgestellt.

Die Podiumsdiskussion wurde von Generalsekretär beim BASUG Deutschland Dr M M Islam moderiert und von Prof Dr Dr Enamul Hoque des Helmholtz Forschungszentrums, Munich, Dr Syed Masum Ahmed Chowdhury, Handelrat der Bangladesch Botschaft in Berlin und Auslandsdirektor beim Jutetex Bangladesch M K Ibrahim referiert.  Unter anderem haben sich Professor Dr Sirajul Islam, Vorsitzender von Deutschland Awamiliga A K M Bashirul Alam Chowdhury Sabu, Gründer und Vorsitzender des Vereins Bangabandhu Stiftung Deutschland Younus Ali Khan, Vize-Präsident beim Haus der Integration Nurul Islam, ehemaliger stellvertretende Abteilungsleiter bei der Deutschen Welle Abdus Sattar, Sänger Abdul Munim, Redakteurin der bengalischen Abteilung der Deutschen Welle Nurunnahar Sattar, Künstler Maruf Ahmed, Jute Importeur Riyadh Tanveer, Dr M. Rabiul Hosen, Postdok-Forscher in Universität Klinik Bonn, Klimaktivist Snigdha Bulbul und Projectsreferent beim ASG Germany Munima Sultana an der Diskussion teilgenommen.

EddA Africa, Seraji Foundation, Den Kindern zuliebe, das Vamos-Team und die Künstlerin Mir Zabeda Yeasmin ihre Jute-Produkte, gegen-Plastik Plakate und Bilder zum Thema im Rahmen der Veranstaltung stellten aus.

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