BASUG – Promofilm 2015

Sprecherin: Vor einem Jahrzehnt, also im Jahr 2005, wurde BASUG, eine Diaspora-Organisation, von Migranten aus Bangladesch gegründet. Die Initiatoren waren sich anfangs vielleicht nicht bewusst, dass die Organisation eines Tages zu einer effizienten und professionellen Institution werden würde. Die Organisation ist nun nicht nur in den Niederlanden aktiv, sondern auch in Bangladesch, Sri Lanka und in vier anderen europäischen Ländern. Zusätzlich zu seinem Sitz in den Niederlanden hat BASUG zwei eingetragene Verbände in Bangladesch und Deutschland. Zwei aktive Verbände gibt es auch in Italien und in Großbritannien.

Prof. Gerd Junne, Network University, Amsterdam: BASUG ist eine ganz einzigartige Organisation aus mindestens vier Gründen. Der erste Grund ist, dass sie eine der wenigen Organisationen ist, die gleichzeitig im Heimat- und Gastgeberland mit den Migranten arbeiten. Die meisten Organisationen arbeiten entweder auf der einen oder der anderen Seite. Das finde ich sehr bemerkenswert.

Der zweite Aspekt, den ich sehr interessant und sehr lobenswert finde, ist, dass BASUG auf allen gesellschaftlichen Ebenen arbeitet. Einerseits hat BASUG ausgezeichnete Beziehungen zu Basisorganisationen. Andererseits verfügt BASUG auch über ausgezeichnete Beziehungen zu den oberen Ebenen der Gesellschaft – zur Regierung, zu Ministern, Beamten, und dem Präsidenten der Zentralbank. Dadurch es kann alle diese Werkzeuge zusammenbringen, was auch etwas ganz Einzigartiges ist.

Ein weiterer Bereich, den ich außerordentlich finde, ist das sehr breite Spektrum an Tätigkeiten: BASUG beschäftigt sich auf der einen Seite mit der Frage des Klimawandels und auf der anderen Seite mit den Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie. Sie hat ein sehr breites Spektrum von Themen und es zeugt von BASUGs Flexibilität, dringende Fragen und Probleme anzugehen und mit ihnen sehr professionell umzugehen.

Was mich so stark beeindruckt ist, dass BASUG dies mit so wenigen Personen erledigt, die meiner Meinung nach täglich mindestens 25 Stunden arbeiten, um das zu schaffen.

Sprecherin: Die Entwicklungsaktivitäten von BASUG fingen mit dem Ziel an, die Lebensbedingungen für arme Frauen und Kinder zu verbessern. Am Anfang hat die Organisation kostenlose außerschulische Bildungsmaßnahmen für arme Kinder angeboten, Nähausbildung für arme Frauen und Mädchen eingerichtet, kostenlose medizinische Versorgung und Mikrokredit-Projekte eingeführt. Durch die Effizienz, Fähigkeiten und Umsicht der BASUG-Leitung sowie durch die richtige Auswahl von Partnerorganisationen in Bangladesch und Sri Lanka wurden alle BASUG-Aktivitäten mit dem bekannten Erfolg umgesetzt.

Ismat Jahan, Botschafterin von Bangladesch in Belgien: Den Haupteindruck, den ich gewonnen habe, ist, dass BASUG als Diaspora-Organisation ein umfangreiches Netzwerk aufgebaut hat, nicht nur innerhalb der Niederlande, sondern darüber hinaus in anderen europäischen Ländern. Es ist eine ausgezeichnete Initiative, vor allem in einer Zeit, in der in Europa eine Stimmung gegen Einwanderer herrscht. Ich glaube, Diaspora-Organisationen können viel erreichen und BASUG führt einige Projekten durch, um zu beweisen, dass Migranten viel zur Wirtschaft des Gastlandes beitragen. Diese Vernetzung mit anderen Akteuren bringt BASUG wirklich ins Rampenlicht, würde ich sagen.

Lassen Sie mich zunächst über eine Schwäche zu sprechen, um mit positiven Ansichten zu enden. Die Schwäche ist nicht wirklich eine Schwäche. Aber ich denke, dass BASUG seine Reichweite auch in Bangladesch erweitern müsste. Ich weiß, sie arbeiten sehr effektiv, aber sie muss seinen Bekanntheitsgrad erhöhen und auch hier in Europa expandieren. Was sie jetzt in den Niederlanden, Belgien und auch in Deutschland machen, sollten sie auch auf andere Länder ausweiten, wo es noch eine bangladeschische Diaspora gibt, denn es ist sehr wichtig zu integrieren.

Nächstes Jahr werden wir das 9. Globale Forum für Migration und Entwicklung in Bangladesch veranstalten. BASUG kann damit in Verbindung gebracht werden und sehen, wie aus der Sicht der Diaspora zu solchen Foren beigetragen werden kann. Und dabei fokussiert man sich – und das ist für mich sehr wichtig – auf die Stärkung der Migranten, die Stärkung der Rolle der Frau, Rücküberweisungen und Mikrofinanzierung – Themen mit denen sich BASUG bereits beschäftigt hat.

Sprecherin: Im Laufe der Zeit erweiterten sich die Arbeitsbereiche von BASUG. Nach Programmen über Heimatüberweisungen und Finanzkompetenzen hat sie auch ein forschungsorientiertes Projekt „Remittanz für Gemeinde-Entwicklung“ initiiert. Dieses Projekt wurde im Jahr 2010 in Zusammenarbeit mit der Network University in Amsterdam und der niederländischen Entwicklungsorganisation Oxfam Novib durchgeführt.

Muhammad Ali Sorcar, Botschafter von Bangladesch in Deutschland: Ich habe BASUG während meiner Amtzeit in den Niederlanden gesehen und ich habe die Organisation auch sehr aktiv gefunden, als ich nach Deutschland kam. Sie ist ein erstaunlicher Verein der sich gleichzeitig sehr stark in Bangladesch und auch in Europa beschäftigt.

Es gibt noch einen anderen Aspekt zu BASUGs, der mich fasziniert. Das ist ihre vertikale Ausdehnung zusätzlich zur horizontalen Ausdehnung zwischen den Ländern. Sie hat eine Nische eingenommen in der Arbeit sowohl mit der Regierung als auch mit Nichtregierungsorganisationen, mit Basisorganisationen und auch mit Organisationen, die internationale Reichweite haben. Sie hat mit Menschen aus verschiedenen Schichten der Gesellschaft zusammengearbeitet. Das sind also alles Punkte, die die Reife einer erfolgreichen Organisation ausmachen.

Ein paar Stärken habe ich bereits erwähnt. Andere sind ihre Fähigkeit, sich selbst in den Medien zu projizieren und ihre Bedeutung zu zeigen, welchen Nutzen ihre Arbeit für die Migrantengemeinschaft, die in der Diaspora und in Europa leben, aber auch für die Menschen in Bangladesch haben kann.

Sie ist eine sehr flexible Organisation, die aktuelle Themen geschickt angeht. Zum Beispiel als es vor zwei Jahren zu einem Unfall in bangladeschischen Textilfabriken kam, hat sie sich sofort darauf fokussiert, die Fehleinschätzungen aus dem Weg zu räumen, die in verschiedenen Ländern geherrscht haben könnten.

BASUG konzentriert sich auf Diaspora und Entwicklung und beschäftigt sich viel mit dem Thema Entwicklung. In Bangladesch kann die Organisation intensiver mit der Regierung bei der Investition des hohen Zuflusses von Heimatüberweisungen zusammenarbeiten, die aus verschidenen Ländern nach Bangladesch fließen. BASUG kann sich den Bemühungen der Regierung anschließen, um die Möglichkeiten der Investitionen der genannten Geldüberweisungen zu erweitern.

In anderen Ländern, beispielsweise in Europa, wächst die Stimmung gegen Migration und Migranten in verschiedenen Teilen der Gesellschaft. Einige Organisationen arbeiten daran, diese Neigung zu zerstreuen. BASUG kann sich diesen Organisationen anschließen und ihnen helfen, ihren Einfallsreichtum zu erhöhen, um solche Fehleinschätzungen aus der Gesellschaft zu räumen.

Sprecherin: Heute wird BASUG als eine erfolgreiche und aktive Diaspora-Organisation anerkannt, nicht nur in den Niederlanden, sondern auch auf europäischer und internationaler Ebene – vor allem im Bereich Migration und Entwicklung. Ebenso wurde ihr Netzwerk erweitert. Sie hat ihre Beziehungen unter anderem zur niederländischen Entwicklungsorganisationen Oxfam Novib, dem niederländischen Außenministerium, ICCO, CORDAID, Seva Netzwerk Stiftung, Gemeinsame Initiative für Migration und Entwicklung, ENVIU, Wilde Ganzen in den Niederlanden und Belgien und zu CIM-GIZ, ILD, SUE NRW in Deutschland und SEEDS in Sri Lanka aufgebaut.

Wim Stoffers, Oxfam Novib, Niederlande: Lassen Sie mich mit Glückwünschen an BASUG für ihr zehnjähriges Bestehen beginnen. Diese zehn Jahre fallen mehr oder weniger mit den zehn Jahren zusammen, seit denen ich mich mit Migrantenorganisationen in den Niederlanden beschäftige. Ich habe eine ganze Reihe von ihnen kommen und gehen sehen und ich denke, es ist eine große Leistung, dass BASUG ihr zehnjähriges Bestehen erreicht hat. Deshalb gratuliere ich Ihnen dazu! Unser Engagement mit BASUG ging vor fast zehn Jahre an. Wir haben von Anfang an kooperiert, aber die Art und Weise unserer Kooperation hat sich wesentlich geändert. Zunächst war BASUG eine – wie wir es nennen – kleine Organisation nennen, die einen kleinen Zuschuss für ein Projekt erhalten hat. Jetzt, zehn Jahre weiter, sind wir tatsächlich gemeinsam an einem großen Förderantrag mit IFAD beteiligt. Sowohl Oxfam Novib als auch BASUG werden zusammen mit einigen Organisationen eine wichtige Rolle in dem Projekt spielen, sobald es genehmigt sein wird. Ich würde sagen, dass sich in den zehn Jahren zwischen der ersten Förderung und dem gemeinsamen Förderantrag, den wir jetzt mit IFAD haben, viele Dinge geändert haben. Und ich denke, einer der Stärken von BASUG ist, dass sie sich zunehmend auf die Rolle von Rücküberweisungen bei der Entwicklung des Heimatlandes konzentriert hat. In der Zusammenarbeit mit IFAD sucht BASUG bereits nach Wegen, die Rücküberweisungen in Beschäftigungsmöglichkeiten und kommunale Entwicklung in Bangladesch zu investieren, zusätzlich zur extra Unterstützung auf der Haushaltsebene.

Und ich wünsche der Organisation alles Gute und viel Glück, mindestens für die kommenden zehn Jahre aber hoffentlich für eine auch für eine lange Zeit danach.

Sprecherin: BASUG plant, ihr Forschungsprojekt über Heimatüberweisungen in Zusammenarbeit mit der in Rom ansässigen internationalen Organisation IFAD sowie Oxfam Novib zu erweitern. BASUGs Kooperation mit IFAD ist sehr eng. BASUG organisierte in Mailand im Juni 2015 auf dem „Weltforum zu Rücküberweisungen“ von IFAD und der Weltbank eine sehr erfolgreiche Diskussion mit dem Titel „Diaspora-Investitionen in die ländliche Entwicklung: Erfahrung aus Bangladesch und der Welt“. Im Jahr 2013 nahm die Organisation auch am Weltforum zu Rücküberweisungen in Bangkok teil.

Pedro de Vasconcelos, IFAD, Italien: Wir haben erkannt, dass die Diaspora eine entscheidende Bedeutung hat, weil sie die Bedürfnisse besonders in ländlichen Gebieten vorantreiben. Das ist etwas, was wir sehr aufmerksam verfolgt haben.

Was Diaspora-Organisationen- und Gruppen erreichen können, ist Bangladesch ein Musterbeispiel. Diaspora-Organisationen wie BASUG sind entscheidend, neue Ideen voranzubringen, aber vor allem auch die Realitäten, wie Entwicklungsfragen angegangen werden sollen, die auch wichtig für IFAD sind. Eine schwache Verbindung könnte sein, wie diese mit der Initiativen der Regierung oder Möglichkeiten des privaten Sektors verbunden werden, und es gibt bereits eine gemeinsame Basis für die Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft und die Regierung, um zusammenzukommen und um zu verstehen, wie die gleichen Prioritäten verknüpft werden können, aber am wichtigsten ist, um Wege und Art der Wesie Weise der Zusammenarbeit zu finden.

Daher haben wir es von IFAD sehr eng beobachtet. Wir haben die sehr gute Arbeit von BASUG gesehen, und wir freuen uns zu helfen und unterstützen die Initiativen, die in dieser Hinsicht geschaffen werden können.

Hubert Boirard, IFAD, Italien: Ich bin erst kürzlich auf BASUG gestoßen. Aber ich fand diese NRO sehr interessant, weil sie sich mit den wichtigsten Aspekte der Entwicklung, Migranten, Diaspora und Überweisungen beschäftigt. BASUG hat, wie ich verstanden habe, damit angefangen, Migranten zu sensibilieren, von informellen zu formellen  Kanälen für Rücküberweisungen umzusteigen. Sie setzen sich mit den Migrantengemeinschaften für diese Gemeinschaft ein, in ihrem Heimatland zu investieren. Das Land braucht Investoren, ländliche Gebiete im Besonderen. BASUG hat eine Schlüsselrolle zu spielen, um ein Vermittler zwischen den Migranten, den Diaspora-Organisationen und den einzelnen Ländern – insbesondere den ländlichen Gebieten – zu sein.

Es gibt Geld und es gibt Möglichkeiten. Aber das Hauptproblem ist das Missvertrauen. Durch die Gewährleistung eines guten Kommunikationsflusses und der Erleichterung von Investitionen in den ländlichen Gebieten kann BASUG eine Brücke zwischen diesen beiden Gemeinden bauen.

Sprecherin: BASUGs Präsenz und Aktivitäten in Bangladesch sind voller Stolz und Selbstvertrauen. Sie hat daran gearbeitet, dass entscheidende Fragen wie zum Beispiel Gewalt gegen Frauen, Heimatüberweisungen und Empowerment von Frauen behandelt werden. Darüber hinaus hat BASUG Projekte zum Empowerment von Frauen, Gewalt gegen Frauen und Mikrokreditprogramme in Hobiganj, Dhaka, Chittagong und Lakhsam umgesetzt. Einige dieser Projekte laufen immer noch.

Dr. Atiur Rahman, Zentralbankpräsident Bangladesh Bank: BASUG ist eine Organisation, die ich schon seit geraumer Zeit kenne. Sie hat in den Bereichen Rücküberweisung und Entwicklung große Arbeit geleistet. Obwohl sie in den Niederlanden ansässig sind, arbeiten sie überall, um das Image der Bangladeschi-Diaspora zu verbessern. Jetzt haben sie ihr Engagement erweitert. Sie arbeiten in einigen europäischen und auch in den südasiatischen Ländern. In der letzten Zeit hat sie Sri Lanka und Großbritannien in ihre Bemühungen miteinbezogen. Deshalb würde ich sagen, dass sie wirklich eine Multi-Stakeholder-Organisation ist. Sie arbeitet wirklich auf zwei Beinen. Sie kennt die europäischen Länder. Sie kennt die Probleme der Diaspora in dieser Umgebung in Europa, aber sie arbeitet auch in Ländern wie Bangladesch oder Sri Lanka, wohin sie viele gute Erfahrungen der europäischen Länder mitbringt und dann versucht, in Ländern wie Bangladesch zu reproduzieren. Zugleich nimmt sie einige der Experimente aus Bangladesch oder Sri Lanka zurück und versucht, die Lebensumstände in Europa zu ändern. Deshalb ist hat sie einen Win-Win-Ansatz getroffen. So verbessert sie das Image von Bangladesch.

Bangladesch Bank setzt sich sehr für Heimatüberweisungen ein und wie Heimatüberweisungen für Entwicklungsaktivitäten eingesetzt werden sollen ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. In diesem Sinne ist BASUG unser Partner: Nicht nur ein Partner in der Politikberatung, sondern auch ein Partner bei der Organisation von vielen internationalen Seminaren und auch lokalen Workshops. Ich habe gesehen, dass BASUG mit NRO hier daran Arbeitet, die soziale Entwicklung der Menschen zu verbessern. Ihr Fokus auf die Förderung von Frauen ist sehr gut gewählt. In der Tat sind viele ihrer Aktivitäten, insbesondere ihre Hilfe für und die Arbeit mit Mikrofinanzorganisationen, auch lobenswert. Ich denke, Bangladesch Bank kann noch besser arbeiten, weil wir jetzt eine Datenbank für NRBs [nicht-ansässige Bangladescher] aufbauen und BASUG uns wirklich helfen kann, die NRBs-Datenbank zu entwickeln. So werden BASUG und Bangladesh Bank zusammenarbeiten, um diese Rolle und andere Aktivitäten zu projizieren. BASUG kann wirklich diese Verbindung herstellen. Ich wünschte BASUG wirklich allen Erfolg dabei, diese Konnektivität zu etablieren. Konnektivität ist der Schlüssel. Dann können BASUG, Bangladesch Bank und die Regierung von Bangladesch gemeinsam viel tun.

Sprecherin: BASUG ging über die geografischen Grenzen der Niederlande hinaus und arbeitete auch in Sri Lanka zu Fragen bezüglich Rücküberweisungen. Sie hat auch mit sri-lankischen MigrantenInnen und ihren Familien gearbeitet, die in vier europäischen Ländern, darunter den Niederlanden, leben.

Sheikh Mohammad Belal, Botschafter von Bangladesch in den Niederlanden: Ich denke, ich sollte mit einem Gruß an alle Zuschauer beginnen und damit, dass ich glücklich bin, ein Teil dieser großen Initiative zu sein. Also lassen Sie mich zunächst bei BASUG und allen ihren Angestellten und Mitgliedern bedanken. Wir arbeiten seit geraumer Zeit mit BASUG durch die guten Hände unseres Freundes Herrn Bikash Chowdhury Barua. Durch ihn habe ich BASUG hier in den Niederlanden kennengelernt. Als ich erfahren habe, dass wir eine Organisation wie BASUG haben, die für Migranten arbeitet, habe ich sofort gedacht, dass es viel verheißende Nachricht für mich ist, weil ich meine Leute in diesem fremden Land vertrete und ich hier eine Organisation habe, die auch genau dasselbe Ziel verfolgt. Daher arbeiten wir seitdem zusammen. Ich sollte ich BASUG ergänzen, wie sie unsere Arbeit ergänzt. Wir arbeiten letztlich für den gleichen Zweck.

Ich denke, wir haben als Nation bis heute das beste von uns rausgeholt. Wir wissen, dass wir über die Jahre ziemlich viel erreicht haben. In Bezug auf die Rücküberweisung ist die Rede immer von Milliarden und jetzt glaube ich, überstiegen wir die 15 Milliarden. Unterbrechen wir kurz und überlegen uns, wie unser Leben gewesen wäre, wenn diese 15 oder 16 Milliarden Dollar nicht gewesen wären. Haben wir uns bei diesen hart arbeitenden Menschen revanchiert, die ihr hart verdientes Geld nach Hause schicken in Treuhandfonds, Vorsorgekassen oder einer anderen Art von Anlagemöglichkeiten? Ich denke, als Bangladeschi, dass ich auch Rücküberweiser bin. Ich würde glücklich sein, an Initiativen teilzunehmen, zum Beispiel, für einen Schnellzug zwischen Dhaka und Chittagong. Wenn ich die Möglichkeit habe, werde ich glücklich sein, ein Teil davon zu sein. Ich denke, ich und alle NRBs, werden gerne solche Angebote wahrnehmen. Ich denke, die wichtigste Ressource, die wir haben, sind unsere NRBs. Wir verwenden diese Ressource nicht in dem Ausmaß, wie wir sollten.

Sprecherin: BASUG ist in vielen Bereichen aktiv. Sie initiierte ein Projekt für TextilarbeiterInnen von Bangladesch zu einer Zeit, als der Industriezweig, von dem die Wirtschaft des Landes stark abhängt, vor ernsten Herausforderungen stand, nachdem er von mehreren Unglücken heimgesucht worden war. Ein solches Ereignis war eine Tragödie, das den Brand und Zusammenbruch einer Fabrik beinhaltete, wodurch mehr als 1000 ArbeiterInnen ums Leben kamen. BASUG Germany arbeitet jetzt an Sicherheits- und Gesundheitsfragen von Textilarbeiterinnen in Bangladesch und hat mit der Unterstützung der deutschen Entwicklungsorganisation GIZ-CIM Maßnahmen und Gespräche mit Käufern, Importeuren und politischen Entscheidungsträger in Europa und Bangladesch durchgeführt. Im Jahr 2015 organisierte BASUG Germany mehrere Advocacy Workshops zu diesem Thema in Städten wie Hamburg, Berlin, Dhaka und Chittagong.

Julia Hurnaus, GIZ-CIM, Deutschland: Ich habe BASUG im Jahr 2013 kennen gelernt und seitdem habe ich die organisatorischen Aktivitäten als Diaspora-NRO in Migrationsfragen verfolgt. Es fällt mir sehr leicht, Stärken der Organisation zu nennen. Erstens arbeitet BASUG professionell, auf einem hohen professionellen Niveau und eine Kooperation ist immer sehr konstruktiv. Auf der anderen Seite finde ich ganz besonders von BASUG, dass sie Verbände in vielen verschiedenen Ländern haben, wodurch sie unterschiedliche Ansichten bekommen, was sehr wichtig ist. Sie sind auf der einen Seite in Dialogen und Diskussionen auf globaler Ebene über Diaspora und Entwicklung beteiligt, aber auf der anderen Seite setzen sie auch Projekte vor Ort um. Sie haben mit nepalesischen Organisationen in Deutschland Erfahrungen ausgetauscht und gerade angefangen, an Problemen ihrer Heimatländer zu arbeiten. Sie und andere können eine Menge von BASUGs Erfahrung lernen.

Sprecherin: BASUG arbeite auch mit nepalesischen Migranten in Deutschland und teilte ihre Erfahrungen, die sie bei der Beschäftigung mit der bangladeschischen Diaspora gesammelt hatte, im Jahr 2012.

Celine Hoeks, Referentin des niederländischen Außenministeriums: Ich habe BASUG als Diaspora-Organisation bei verschiedenen Gelegenheiten kennengelernt, leider nicht in dem Ausmaß, wie ich es gerne hätte. Eine davon ist ein Treffen, das wir mit BASUG und einer Reihe von Diaspora-Organisationen und Organisationen der Zivilgesellschaft einschließlich des Ministeriums für Sicherheit und Justiz darüber hatten, wie die Schlussfolgerungen aus dem GFMD [Global Forum on Migration and Development] in den Niederlanden und in den Entwicklungsländern in der Praxis umgesetzt werden können. Ich denke, BASUG kann im GFMD-Prozess eine sehr wichtige Rolle spielen, vor allem im nächsten GFMD, das von Bangladesch organisiert und geleitet wird. Als eine Organisation, die über enge Verbindungen zu den Niederlanden und zu Bangladesch verfügt und die eng mit der bangladeschischen Diaspora bezüglich Migration und Entwicklung zusammenarbeitet, kann BASUG auch eine sehr wichtige Rolle dabei spielen, die GFMD-Agenda zu bilden. Es ist auch sehr wichtig, dass sie die Koordinierung und den Dialog zwischen den Niederlanden und Bangladesch bei einem GFMD-Thema beeinflussen kann. Ein Vorschlag wäre, die gute Partnerschaft, die BASUG bereits mit den Organisationen, Diaspora-Organisationen und mit den internationalen Organisationen wie dem UNDP und der GIZ hat, fortzuführen. Wie ich von GIZ verstanden habe, sind sie mit der Zusammenarbeit mit BASUG sehr zufrieden.

Sprecherin: BASUG hat schon immer auf europäischer Ebene sowohl im Europäischen Parlament und in der Europäischen Kommission in Brüssel und in London seine Interessen aktiv vertreten. Es fanden separate Treffen mit den Abgeordneten der europäischen, britischen und niederländischen Parlamente statt. Es wurden auch Gespräche mit dem britischen House of Lords zu Themen wie Demokratie, faire Wahlen, Menschenrechte und Minderheitenfragen in Bangladesch abgehalten.

Bob van Dillen, Referent, CORDAID, Niederlande: Was ich an BASUG mag, ist ihr Fokus vor allem auf Diaspora und Entwicklung zu Hause in Bangladesch, was auch zur Agenda für Entwicklungsorganisationen wie CORDAID steht. Wir haben uns in Bangladesch seit vielen Jahren in Bereichen wie Bildung und Gesundheit, aber auch in Bereichen Lebensmittelsicherheit und Unternehmertum beschäftigt. Wir haben festgestellt, dass die bangladeschische Diaspora ein zentraler Akteur in der Entwicklungsarbeit ist und das auch in Zusammenarbeit mit CORDAID in seinen Entwicklungsaktivitäten in Bangladesch. In diesem Moment verhandelt die internationale Gemeinschaft über eine Agenda für 15 Jahre für nachhaltige Entwicklungsziele. Wir hoffen, dass CORDAID, BASUG und andere Organisationen gemeinsam helfen, die Agenda zu realisieren, die auf der ganzen Welt für Migranten sowohl in den Zielländern, als auch in den Herkunftsländern und Transitländern wichtig ist. Wir arbeiten in den letzten Jahren mit BASUG zu unserer großen Freude und Zufriedenheit in dieser Agenda zur Armutsbekämpfung, zu Zugang zu Gesundheit und Bildung.

Wir hoffen, dies in den nächsten Jahren fortzuführen und dabei die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen .Wir würden gerne auf einer Zusammenarbeit mit BASUG aufbauen, dies in den nächsten Jahren zu tun und die niederländische und die bangladeschische Regierung für die Erreichung der wichtigen nachhaltigen Entwicklung in den nächsten 15 Jahren verantwortlich zu machen.

Sprecherin: Als eine Diaspora-Organisation ist BASUG seit seiner Gründung im Bereich der Migration und Entwicklung aktiv. Er erhebt seine Stimme laut und deutlich, wenn Migranten im Persischen Golf, dem Mittelmeer, dem Indischen Ozean, Bangladesch und anderswo in einer Krise stecken. BASUG ist auf internationalen Foren zu Fragen der Migration aktiv, dazu zählt auch das Globale Forum on Migration and Development (GFMD) seit 2007.

Md Mojibur Rahman, Leistungsempfänger, Hobigonj: Ich betreibe diese Geflügelfarm seit den letzten zwei Jahren. Vor drei bis vier Jahren war im ich Fischfang beschäftigt. Zuvor hatte ich einen Job in einer NGO. Da ich diesen Job verlassen habe, begann ich mit der Fischerei. Während der Arbeit im Fischfang habe ich ein Darlehen von ENDEAVOUR und BASUG aufgenommen, um meine eigene Fischerei zu starten. Zunächst habe ich ein kleines Darlehen aufgenommen. Nebenher begann ich eine Geflügelfarm, wo ich 1000 Hühner hatte. Langsam startete ich eine Geflügelfarm und mit ihrem Gewinn habe ich jetzt zwei Geflügelfarmen – eine in Chunarughat Notunbazar und die andere bei Chunarughat Deworgach. In zwei Geflügelfarmen habe ich etwa 2000 Hühner. Dazu kam es speziell wegen der finanziellen Unterstützung von ENDEAVOUR und BASUG.

Akashi Batti, Leistungsempfängerin, Hobigonj: Wir nahmen Darlehen in Raten von ENDEAVOUR-BASUG. Die erste über 10.000 BDT (ca. 100 €), die zweite über 20.000 BDT (ca. 200 €), dann über 25.000 BDT (ca. 250 €) und schließlich 30.000 BDT (ca. 300 €). Damit kauften wir Kühe, schickten unsere Kinder zur Schule und kauften Land und betrieben Landwirtschaft. Wir verkaufen unsere landwirtschaftlichen Produkte auf dem Markt.. Obwohl es schwierig ist, zahlen wir Tilgungsraten zurück.

Sprecherin: BASUG hatte viele Erfolgsgeschichten in den letzten 10 Jahren. Sie hat Erfahrungen gesammelt, ist immer professioneller geworden und Anerkennung verdient. Darüber hinaus hat sie sich ein positives Image und das Vertrauen ihrer Partnerorganisationen, Spender, Gratulanten und Unterstützer aufgebaut. Aber es gibt keinen Grund, selbstzufrieden zu sein. BASUG hat noch einen langen Weg zu gehen. Wir sagen nicht, dass wir die besten sind, sondern, dass wir unser Bestes geben. Schließlich glauben wir an unser Motto: „Together we can make this world a better place to live“. Lassen Sie uns alle diese Welt zu einem besseren Platz machen – für alle!

Basug auf Facebook