Wisdom of Life

Konzeptpapier: Neuntes GFMD – Bangladesch 2016

Migration als Teil einer nachhaltigen Entwicklung für alle: Auf dem Weg zu einer Transformativen Migration Agenda „

EINFÜHRUNG

a) Migration war schon immer ein integraler Bestandteil der menschlichen Existenz und ein Weg zum Lebensunterhalt für viele Menschen. Die internationale Gemeinschaft definiert internationale Migration als einen unvermeidlichen und wesentlichen Faktor des Entwicklungsprozesses. Diese Erkenntnis wurde in mehreren bedeutenden Ergebnisdokumenten berücksichtigt, unter anderem in der universalen und transformierenden „Agenda-2030“ für nachhaltige Entwicklung, in der „Addis Abeba Action Agenda“ (AAAA), in dem Pariser „COP21“ Klimaabkommen sowie in dem „Sendai Framework“. Diese Dokumente anerkennen den positiven Beitrag von Migranten zu integrativem Wachstum und nachhaltiger Entwicklung ebenso wie Herausforderungen der Vertreibung, auch der auf Grund des Klimawandels sowie die multidimensionale Relevanz der internationalen Migration für Herkunfts-, Transit- und Zielländer. Demzufolge muss Migration als ein transformierendes Phänomen betrachtet werden – in Ergänzung und komplementär zu der Agenda 2030.

b) Migration ist jedoch kein unpolitisches Phänomen. Sie ist das Ergebnis eines Prozesses, an dessen Anfang eine Person die Entscheidung trifft, ihren Standort zu verlassen. Diese Entscheidung ist abhängig von einem Zusammenspiel der Kräfte im politischen, wirtschaftlichen, ökologischen und kulturellen Bereich, die allesamt von Geschlechternormen geprägt werden. Migration und ihre Folgen werden außerdem von der Politik beeinflusst, die dieses Phänomen regelt. Zum einen betrifft das die Anzahl und den rechtlichen Status von denen, die internationale Grenzen überschreiten, wie und ob potenzielle Unterstützungsleistungen realisiert  und Herausforderungen adressiert werden (einschließlich der Verwundbarkeit, der Migranten während des Prozesses ausgesetzt sind). In der heutigen dynamischen „Geopolitik“, „Geo-Ökonomie“ sowie in den entsprechenden soziokulturellen Kontexten muss die internationale Migration als komplexes globales Phänomen adressiert werden, ebenso wie die Förderung und der Schutz der Menschenrechte aller Migranten, einschließlich der Frauen und Mädchen.

Ganzes Konzeptpaier hier20160630_german_global_forum_on_migration

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