Saubere Kleidung

Projekt: “Saubere Kleidung: Verbesserung der Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz der Textilmitarbeiterinnen- und Mitarbeiter in Bangladesch”

BASUGs Projekt „Saubere Kleidung: Verbesserung der Sicherheit und Einhaltung des Gesundheitsschutzes der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Textilindustrie (RMG) in Bangladesch“ läuft in vollem Gange seit Oktober 2014. Die allgemeinen Ziele dieses 18-monatigen Projekts sind Bewusstsein zu schaffen, um die Verbesserung der Sicherheit und Gesundheit Verstöße in der Branche des Fertigwarenhandels (RMG) und die Sozialversicherung der Textilmitarbeiterinnen- und Mitarbeiter in Bangladesch zu erreichen. Das Projekt wird von Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) finanziert.

Die Textilindustrie (RMG) Branche ist sehr wichtig sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich in Bangladesch. Fast 4,2 Millionen Mitarbeiter, meistens Frauen, arbeiten in 5400 RMG Fabriken im ganzen Land und wiederum kommen die Hälfte davon aus den Dörfen. Der RMG Sektor ist die größte Devisenbringer für Bangladesch mit $24,49 Milliarden der Ausfuhr im letzten Geschäftsjahr (Juli 2013 – Juni 2014). Trotz der großen Wachstum dieses Sektors und seiner guten Aussichten gibt es doch auch Herausforderungen. Eine der größten Herausforderungen, die von RMG Fabriken konfrontiert sind, ist die Gewährleistung der Sicherheit am Arbeitsplatz und bessere Arbeitsbedingungen für die Arbeitnehmer. Mangel an Sicherheitsrichtlinien in RMG Fabriken verursacht zwei schwerwiegende Vorfälle in der  Vergangenheit in Bangladesch – eine war der Brandfall bei Tazreen Mode-Fabrik in Savar in der Nähe von Dhaka in 2012, wo 117 Arbeiter kamen ums Leben und 200 anderen waren schwer verletzt. Die andere ist der Absturz von Rana Plaza Komplex auch in Savar in 2013, wo 1126 Arbeiter  ihre Leben verloren haben und noch weitere tausende verletztete wurde mitgerechnet. Die RMG Arbeiter, meist Frauen sind täglich konfrontiert mit viele Probleme in den Arbeitsorten. Davon sind  Sicherheits- und Gesundheitsrisiko, Sozial Risiko und sexuelle Gewalt zu nennen.

BASUG stellt fest, dass die Bangladeschi Migranten, die in Deutschland und anderen europäischen Ländern leben, eine große Verantwortung haben, um die Probleme zu lösen und sie sich mit den deutschen und europäischen Käufer, Verbraucher und Politiker zu engagerieren und um die soziale und berufliche Sicherheit der Textilmiterbeiter in RMG Fabriken in Bangladesch zu gewährleisten.  Die Schwere der vorherrschenden Problemen in der Textilindutrie in Bangladesch ist kein neues Phänomen. Aber das Engagement einer Diaspora-Organisation, um die Fragen zu behandeln und die Situation zu verbessern, ist zum ersten Mal auf den Tisch gekommen.

Durch dieses Projekt wird es versucht, um das Bewusstsein über die Fragen unter den verschiedenen Akteuren eine Situation zu schaffen, so dass die RMG Besitzern Fortschritte für die ordnungsgemäße Durchführung der Arbeitsschutz- und Sicherheitsmaßnahmen in den Fabriken unternehmen. Im Rahmen dieses Projekts wird BASUG zwei Seminare in Dhaka und Chittagong (Hafenstadt), drei Trainings über Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen für RMG Arbeiter in beiden Städte, einen Dokumentarfilm, TV-Talkshow und zwei Seminare in Hamburg und Berlin organisieren. Das Hamburg Seminar fand am 21. März 2015 in A&O Hostel, Spaldingstrasse 160, 20097 Hamburg statt.  das Seminar in Berlin findet voraussichtlich am 24. Oktober 2015 statt. Verschiedenen Interessengruppen einschließlich der Bangladeschische Botschaft in Berlin, Organisationen der Zivilgesellschaft, Entwicklungs- und Rechtsorganisationen, politische Entscheidungsträger, Einkäufer, Verbraucher und Bangladeschi Migranten nehmen an dem Seminar teil. Am Ende des Seminars wird ein Kulturprogram präsentiert.

Wir glauben, durch solche Initiativen wird die RMG Eigentümer und die politischen Entscheidungstreffer  in Bangladesch sensibiliert werden. Sie werden Maßnahmen  durchsetzen die Grundrechte der Textilmitarbeiter einschließlich fairer Handel im Arbeitsstunde und Arbeitslohn, Gesundheit und Arbeitssicherheit sicherzustellen und sexuelle Belästigung zu stoppen. Leider ist die Wahrheit, dass wir durch eine Reihe von Seminare, Veranstaltungen oder Schulungen die Welt nicht verändern können. Aber wir sind überzeugt, dass wir als Migranten Organisation von allen Beteiligten sehr ernst berücksichtigt werden. Es ist eine einzigartige Initiative, wo Migranten direkt beteiligt sind, die die Verbraucher, Käufer beeinflussen können und die einzigartig positioniert sind. Wir glauben, dass die Indutriebesitzer auch unsere Initiative wahrnehmen werden, weil wir ihre Position und ihre Anliegen verstehen, während wir ebenso das Anliegen der Arbeiter verstehen. Unsere Präsenz ist an beiden Enden und wir können den Zweck aller Beteiligten genau dienen. Bemühungen werden unternommen um westlichen Medien, Besitzer von RMG Fabriken, Einkäufer und Entscheidungstreffer auf dem gleichen Diskusssion zusammen zu bringen, um negative Kampagne zu vermeiden oder Proteste gegen den Kauf der Bekleidungswaren aus Bangladesch zu stoppen.

Das Projekt wird voraussichtlich im April 2016 enden.

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